Für Vermieter und Wohnungseigentümer: Sieh auf einen Blick, wie viel Instandhaltungsrücklage dein Objekt braucht — und ob deine heutige Rücklage reicht. Alle Zahlen sind Beispiele, trage deine Werte ein.
| Jahr | Rücklage Start (€) | Einzahlungen (€) | Zinsen (€) | Ausgaben (€) | Saldo Ende (€) |
|---|
Grundlage ist die Königs-Formel: Danach liegen die Instandhaltungskosten bei etwa 1 bis 2,3 Prozent des Gebäudewerts pro Jahr — vereinfacht ausgedrückt als Betrag pro m² Wohnfläche und Monat. Der Rechner nutzt bewährte Erfahrungssätze nach Baujahr:
| Baujahr | €/m²/Monat (netto) |
|---|---|
| vor 1970 | 2,00 |
| 1970–1990 | 1,60 |
| 1991–2000 | 1,20 |
| 2001–2010 | 0,90 |
| ab 2011 | 0,70 |
Mit 2 % Inflation pro Jahr steigen die Unterhaltskosten, die Zinsen auf die Rücklage wirken dem entgegen. Beides kannst du anpassen.
Instandhaltung kommt nicht gleichmäßig: Dach, Heizung oder Fassade schlagen als große Einzelausgabe zu Buche — oft genau dann, wenn die Rücklage knapp ist. Mit dem Szenario-Feld spielst du durch, ob deine Rücklage eine solche Ausgabe im geplanten Jahr noch abfedert. Dieses Timing-Risiko siehst du in der Verlaufstabelle.
Als Vermieter stellst du die Rücklage selbst ein; laufende Instandhaltung ist über die Miete abgedeckt. In der Wohnungseigentümergemeinschaft beschließt die Versammlung die Rücklage pro Wohneinheit; die Verwaltung berichtet über den Stand. Für beide gilt dieselbe Logik: Der Rechner zeigt dir den Bedarf — ob dein Beschluss oder deine Einzahlung dazu passt, sagst dir die Zahlen.
Empfohlene Einzahlung: der Betrag, mit dem dein Saldo am Ende des Zeitraums auch inklusive Szenario-Ausgabe gerade noch ≥ 0 bleibt. Liegt deine heutige Einzahlung darüber, ist die Rücklage vermutlich üppig bemessen; darunter droht eine Deckungslücke. Ein jährlicher Check lohnt sich, weil Zinsen, Inflation und Bauzustand sich bewegen.
Niemand. Der Rechner läuft komplett in deinem Browser — es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert. Du kannst die Seite auch offline nutzen.
Alle Beträge sind gerundete Schätzwerte auf Basis typischer Erfahrungssätze — sie ersetzen keine Wirtschaftlichkeitsberechnung im Einzelfall. Einmal im Jahr mit den aktuellen Zahlen prüfen.
Wenn die Rücklage eine Deckungslücke zeigt oder Wirtschaftspläne, Beschlüsse und Abrechnungen geprüft werden sollen: Unser Assistent geht die Unterlagen mit dir durch — mit Freigabe, DSGVO-konform.